Australien | Great Central Road

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Great Central Road

Die längste Abkürzung Australiens

Great Central Road

Die Great Central Road verbindet die Städte Perth und Cairns miteinander. Wer sich eine Australien Karte anschaut, wird feststellen, dass die Straße einmal quer durch den Kontinent führt. Eine Straße voller Abenteuer wartet auf denjenigen der sich ihr stellt.

Die Australier bezeichnen die GCR (Great Central Road) als „the longest shortcut in Australia“ (dt.: die längste Abkürzung Australiens). Ich bin die Straße auf ihrem abgelegensten Abschnitt von Laverton in Western Australia 1600 km bis Alice Springs im Northern Territory lang gefahren.

Das Fahrzeug

Am einfachsten und sichersten ist es mit einem 4WD (Allradfahrzeug). Ich hatte einen Toyota Trailfinder Camper von Apollo, der perfekt geeignet war. Mir sind auch normale PKW auf der GCR entgegengekommen. Man sollte sich aber bewusst sein, dass die komplette Strecke „Gravel Road“ (dt.: Schotterstrasse) ist und es in einem PKW sehr ruckelig sein kann und je nach Straßenverhältnis auch unpassierbar und ihr im schlimmsten Fall umkehren müsst. Je nach Jahreszeit ist die GCR auch nur mit einem 4WD oder gar nicht befahrbar. Besonders nach starken Regenfällen ist ein Großteil der Straße überflutet.

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Die Vorbereitung

Wenn man die GCR lang fährt ist man vollkommen auf sich alleine gestellt. Es ist also von Vorteil zu wissen, wie man z.B. einen Reifen wechselt oder „Erste Hilfe“ leistet. Die wichtigste Regel ist, nach Möglichkeit niemals alleine zu fahren. Achtet darauf, dass ihr mehr als ausreichend Trinkwasser und Lebensmittel bei euch habt – auch über die geplanten Tage hinaus.

In den Orten Laverton (Strecke: WA->NT) und Yulara (Strecke: NT->WA) gibt es Supermärkte wo ihr vor eurer Reise noch alles nötige zu normalen Preisen erwerben könnt. Nur Trinkwasser ist in Laverton sehr teuer, das besorgt ihr euch am besten schon vorher. In den wenigen Roadhouses (dt.: Raststätten) auf der Strecke, sind die Lebensmittel sehr teuer und der Preis für Benzin schießt in die Höhe. Also unbedingt noch einmal volltanken bevor es los geht. Unser Fahrzeug hatte zwei Tanks mit jeweils 90 Liter. Wir mussten nur einmal zwischen Laverton und dem Ayers Rock ein bisschen bei tanken. Dass ihr auch einen intakten Ersatzreifen im Wagen habt, brauche ich hoffentlich nicht zu erläutern.

Informiert euch unbedingt vorab online oder bei der örtlichen Polizeistelle über die aktuellen Straßenverhältnisse und plant eine Plan-B Route ein für den Fall, dass die Straße gesperrt ist.

Western Australia: http://www.laverton.wa.gov.au/services/roads/road-condition-reports.aspx

Northern Territory: https://roadreport.nt.gov.au/road-reports

WICHTIG:

Wer die GCR nutzen möchte, muss sich von den australischen Behörden vorab eine Genehmigung einhohlen. Das geht ganz einfach online und muss für jeden Bundesstaat separat eingeholt werden:

Western Australia: http://permits.daa.wa.gov.au/travelpermits/

Hier wählt ihr für die Streckenangabe:

GOLDFIELDS: Grt Central Road, Laverton to NT Border, less than 3 days

Ihr müsst den Westaustralischen Teil innerhalb von 3 Tagen durchfahren.

Northern Territory: http://forms.clc.org.au/OnlinePermits/Transit.aspx

Hier wählt ihr für die Streckenangabe:

ULURU TO WA BORDER

Für den Northern Territory Teil gibt es keine zeitliche Einschränkung.

Beide Routenangaben gelten für beide Richtungen.

Nachdem man die Onlineformulare ausgefüllt hat, werden diese noch überprüft und ihr bekommt recht zügig eine Bestätigung die ihr einfach nur ausdrucken müsst. Die Wahrscheinlichkeit, dass euch jemand nach den Passierscheinen fragt ist sehr gering. Werdet ihr ohne einen erwischt, wird das aber eine kostspielige Angelegenheit.

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Für die Reise empfehle ich euch den Reiseführer „The Outback Way“ von Hema in dem die komplette Strecke ausführlich beschrieben ist und euch viele hilfreiche Tipps und Hinweise zu Highlights auf der Strecke gegeben werden.

Wenn ihr Laverton verlassen habt, begegnet euch ziemlich schnell ein Hinweisschild zur GCR mit einem Vermerk zu den aktuellen Straßenverhältnissen (cooles Fotomotiv).

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Der westaustralische Teil der Strecke ist sehr gut in Takt und recht einfach zu befahren. Links und rechts der Straße seht ihr zahlreiche gestrandete Fahrzeuge die von den Abos (Aborigines) ausgeschlachtet wurden, da das abschleppen der Fahrzeuge so weit im Outback zu kostenaufwendig ist.

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Über hunderte Kilometer hinweg erwartet euch das weite Outback. Wenn ihr eine Pause einlegt und ein bisschen wandern wollt, achtet darauf euch nicht zu verlaufen. Ich habe einen recht guten Orientierungssinn aber da im Outback so gut wie alles gleich aussieht verläuft man sich ganz schön schnell. Man hört immer wieder Geschichten von Touristen, die sich im Outback verlaufen haben und dort wochenlang ums Überleben kämpfen – geht bitte nicht zu leichtsinnig an die Sache ran.

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TIPP:

Wer seinen Trip ein bisschen Abwechslungsreicher gestallten möchte, kann am Geocatching mitmachen – mehr Infos und eine ausführliche Erklärung gibt es HIER

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Wer die GCR lang fährt, macht es nicht wegen der Sehenswürdigkeiten. Das Gefühl von Freiheit und Wildnis ist es was die Strecke so besonders macht. Es gibt insgesamt 6 Roadhouses auf der Strecke wo ihr tanken könnt. Nicht alle bieten Benzin an – Diesel ist Standard. Die längste Strecke ohne eine Tankstelle ist 250 km zwischen Tjukayirla Roadhouse und Warburton. Auf der Strecke werdet ihr auch auf Kamelherden treffen. Die Tiere wurden damals nach Australien gebracht um das Outback besser erkunden zu können. Als die Tiere nicht mehr benötigt wurden, hat man sie einfach frei gelassen. Die Kamele haben sich schnell angepasst und sind heute weit verbreitet.

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Irgendwann erreicht man den Ayers Rock wo man einige Zeit verbringen sollte. Das einzigartige Naturwunder ist auf jeden Fall einen Besuch wert.

Für die Weiterfahrt nach Alice Springs gibt es zwei Möglichkeiten. Der schnellste Weg führt 500 km über den Leisester Highway und den Stewart Highway. Die schönere Strecke ist ca. 700 km lang und bringt euch zum „Kings Canyon“ und quer durch die „West MacDonnell Ranges“ bis nach Alice. Ich entschied mich für die zweite Option und kann sie euch nur empfehlen. Je nachdem wie lange ihr für die GCR gebraucht habt und wie euer Zeitplan aussieht, ist es gut zwei Optionen zu haben.

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Fazit | Great Central Road

Die Great Central Road ist ein tolles Erlebnis für die Abenteuerlustigen unter euch die die Natur lieben und auch gerne mal ein bisschen „Offroad“ fahren. Auf ins Outback mit euch!

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2018-02-08T13:01:53+00:00 31/01/2018|Australien, Ozeanien|

One Comment

  1. […] Perth an der Westküste und Cairns an der Ostküste werden durch eine Straße verbunden, die einmal quer durch Australien führt. Mehrere tausend Kilometer lang ist die Strecke und wird von Australiern auch „längste Abkürzung Australiens“ genannt. Chris ist das abgelegenste Teilstück zwischen Leverton und Alice Springs gefahren. 1.600 Kilometer Off-Road durch das Herz Australiens, die durch eine wunderbare Landschaft führen. frogonplane.de/great-central-road/ […]

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